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Abwehr-Performance-Festival




Nezaket Ekici: Nazar

Bekleidet mit einem langen Gewand, bestehend aus 600 leuchtend blauen Glas­amu­let­ten, schreitet Nezaket durch die Kreuzberger Wrangelstraße. Die aus der Tür­kei stammenden “Blauen Augen” (türkisch: nazar) sollen Schutz geben und den bösen Blick abwenden. In der schillernden, 40 Kilogramm schweren Robe zieht die Künstlerin je­doch erst einmal alle Blicke auf sich. So ist sie einerseits machtvolle Trä­gerin des Amu­letts und droht andererseits Opfer der Blicke zu werden. Die Per­for­mance “Nazar” erzeugt ein attraktives Bild und thematisiert gleichzeitig Parado­xien der Ab­wehr. Die Erstaufführung von „Nazar“ fand 2005 in Istanbul statt.

Duo Stoll & Wachall: Des-Infektion

Laut dem Deutschen Arzneimittelbuch bedeutet Desinfektion, „Totes oder leben­des Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann“. Im Na­men der Abwehr wurde das Duo Stoll & Wachall engagiert, das in Schutzanzü­gen und Kanistern auf dem Rücken den Schlesischen Busch durchstreift. Ihr Auf­trag: Wir desinfizieren den Park und seine Besucher, um vor möglichen Infektio­nen zu schützen. Wir erhöhen durch unsere Sicherheitsmaßnahme die allgemei­ne Hygie­ne und Hysterie. Wir kümmern uns um unsichtbare Killerzellen. Wir weh­ren Angrif­fe von Bakterien, Keimen und Viren ab.

Anny und Sibel Öztürk: NÖ-Performance

Erleben Sie eine Neuauflage von Beuys' legendärer Kunstaktion "Ja ja ja ja ja, nee nee nee nee nee", aufgeführt 1986 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf!
Anny und Sibel Öztürk treffen sich auf einer grünen Wiese und machen das, was türkisch-stämmige Mitbürgerinnen im öffentlichen Berliner Grün gerne und stets ge­konnt tun: Sie picknicken. Und was tun die zwei, die sich pick­nickend im Berliner Grün öffentlich verbreiten? Richtig: Sie rezipieren Joseph Beuys! Dem historischen Vorbild entsprechend, wechseln sich die Schwes­tern in den Akten der Bejahung und der Verneinung ab. Das "Nee" wird dabei durch das emphatischere "Nö" ersetzt.

Nezaket Ekici: Nazar

Duo Stoll & Wachall: Des-Infektion

Anny und Sibel Öztürk: NÖ-Performance





Ona Tav: Der Körper als Quelle

Nevin Aladag: Raise The Roof

Shahram Entekhabi/Becky Ofek: Boxing Box
Boxing Box





Ona Tav: Der Körper als Quelle

Man geht durch einen Park. An einem seiner Bäume steht eine weiße Ritterrüstung an den Stamm und an zwei seiner Äste gefesselt. Aus den Augenshöhlen fließen Tränen aus Rotwein, die den weißen Körper geißeln und hinabfließen bis zu den Füßen in ein Becken, auf dass der Durst gestillt werde. Tag für Tag erhebt sich der Baum. Die Wolke ist das Dach des Himmels und wir trinken von ihrem Schweiß. Wir tauchen unseren Kelch in Tränen von Wein, damit sie sich in unserem Hals in Feuer verwandeln um da­nach die Tränen des Himmels zu erwarten. Es gibt keine Seele ohne Welt und keine Trä­nen ohne Seele. Er hat sich in Metall gekleidet, um den Schmerz der Welt aufzuhalten und konnte seine eigenen Tränen nicht aufhal­ten.

Nevin Aladag: Raise The Roof

Nevin Aladag inszeniert eine Art Tanz auf dem Dach der Kunstfabrik. Vier Tänzerin­nen be­wegen sich zum Takt von vier Musikstücken, von denen die Zuschauer le­diglich die Titel und die jeweilige Dauer erfahren. Zu hören dagegen ist das elektro­nisch ver­stärkte Ge­räusch, das die spitzen Pfennigabsätze beim Durch­stoßen des Tanz­bodens verursachen. Dieser Tanz auf dem Dach, wo früher die DDR-Grenz­soldaten patrouil­lierten, ist kein ge­meinschaftlicher Tanz. Auf zweifache Weise iso­liert, abgegrenzt sowohl untereinander als auch von der Grup­pe der Zuschauer, ha­ben die den Tanz konstituierenden Gesten der Anziehung und Abwehr jeden Be­zugspunkt verloren.

Shahram Entekhabi/Becky Ofek:
Boxing Box


Ein giftiger, dreckiger Duft liegt über der schattendurchfluteten Arena. Der Duft, der keine Rückkehr verspricht. Hier geht es nicht ums Kämpfen; hier geht es um Le­ben, meine lieben Freunde. Kommt und seht warmes wütendes Blut zweier gefähr­licher Narren in einem unvergesslichen Kampf der Geschlechter wie ein russisches Atomkraftwerk explodieren. Frau gegen Mann, Bitch versus Bastard. Werdet Zeu­gen der kämpfenden Zyklopen, die hoch oben auf dem Dache des Wachturms ih­ren Geschlechterkampf hart aber gerecht austragen. Bäng Bäng Buff. Nach tradi­tioneller Boxmanier wurden im Vorfeld Ankündigungsposter in der ganzen Stadt geklebt. Das Publikum raunt und staunt.

Ein Projekt von Shahram Entekhabi und Svenja Moor
in Kooperation mit der Kunstfabrik am Flutgraben e.V. und mit freundlicher Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten
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Fotos oben mitte, unten links/mitte: Lars Frers, Lizenz:
CC-BY-SA-NC

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2yk Galerie

Heidi Sill/Wolfgang Schlegel/Martin Pfahler: Finissage

18.11. - 17.12.2006

Nach einem erfolgreichen Ausstellungsprogramm mit nationalen und internationalen Künstlern setzt die Kunstfabrik am Flutgraben e.V. nun einen Schlusspunkt in der 7-jährigen Galeriegeschichte. Dies möchten wir mit Ihnen, Unterstützern, Freunden und allen Interessierten der 2yk Galerie entsprechend feiern.

Unsere kuratorischen Entscheidungen für ausgewählte zeitgenössische Positionen hatten nicht zuletzt ihren Ursprung in den Erfahrungen der eigenen künstlerischen Praxis, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Basis für unsere Teamarbeit bildeten. Deshalb möchte sich das Kuratorenteam der 2yk Galerie - Martin Pfahler, Wolfgang Schlegel und Heidi Sill - mit einer eigenen Ausstellung von seinem Publikum verabschieden:

Martin Pfahler überträgt Momente physischer Labilität in die Physik räumlicher Konstruktion. In der jüngsten Skulptur collapsed structure entwirft er einen Raum, der sich in Analogie und als Gegenüber zum menschlichen Körper wie ein Kleidungsstück verhält. In der Umkehrung von Funktionen der Statik befindet sich der Raum im Zustand der Faltung. 

Heidi Sill, Finissage

Wolfgang Schlegel
rekonstruiert mit seinen Fassaden marginale Industrieprodukte. Die gebaute Perspektive der großformatigen Wandreliefs zielt auf die aktive Beteiligung des wahrnehmenden Betrachters. Er wird Zeuge einer Metamorphose der Anschauung, worin sich Widererkennung und Irritation, Fremdheit und Vertrautheit unentwegt abwechseln.

Heidi Sill leistet mit ihren 2006 im Rahmen einer künstlerisch-wissenschaftlichen Kooperation des Brandenburgischen Kunstvereins in Potsdam entstandenen Arbeiten eine Spurensuche in der Physiognomie des Todes. Ihre Vorlagen waren gerichtsmedizinische Fotografien, aus denen sie jedoch nicht das Spektakel der Gewalt, sondern eine behutsame, fiktive Rekonstruktion des idealen menschlichen Antlitzes ableitet - als vielfache Überlagerung pathologischer Spuren, die sich am Ende doch zu einem menschlichen Porträt zusammenzufügen scheinen.
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2yk Galerie

Eine offene Raum-in-Raum Konstruktion ist seit 1999 eine der größten nicht-musealen Ausstellungsflächen in Berlin (250 qm). Mit Eigen- und Fremdausstellungen bietet sie Raum zur Erprobung neuer Ausstellungs- und Vermittlungsformen.
Das Kuratorenteam 2006 bildeten Martin Pfahler, Wolfgang Schlegel und Heidi Sill.

2yk Galerie
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Verkehrsanbindung: Bus 265 Heckmannufer/U1 Schlesisches Tor/ S-Bahn Treptower Park


Nicolas Chardon
Rob Voerman

DESIGNMAI YOUNGSTERS

Andreas Fohr: embedded
Iris Kettner
Michael Marwick - QUIET APOCALYPSE
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Gasag-Kunstpreis 2006

Ulrike Kuschel: aus der Serie "Ausstellungshallen am Funkturm 1926-1954", 2006, courtesy of Ulrike Kuschel
Ulrike Kuschel: aus der Serie "Ausstellungshallen am Funkturm 1926-1954", 2006, courtesy of Ulrike Kuschel

Ulrike Kuschel, Stand 130/Bilbliothek

Ulrike Kuschels Arbeiten beschäftigen sich mit der deutschen Geschichte, hierbei greift sie Themen wie den Nationalsozialismus und die Geschichte der DDR auf. Für Ulrike Kuschel spielt neben der historischen Recherche die Verwendung verschiedener Reproduktionstechniken einerseits, sowie die Verbindung/Gegenüberstellung von Fotografie und Text andererseits eine große Rolle. Ihre Posterarbeit "Ausstellungshallen am Funkturm 1926 – 1954" im Bibliotheksbereich des Art Forum beschäftigt sich mit der Dokumentation von 30 Ausstellungen, Messen und politischen Ereignissen aus den Jahren 1926 bis 1954. Im Zentrum des jeweiligen Posters steht ein Zitat aus dem betreffenden Ausstellungs- bzw. Messekatalog, das die zumeist 

politische Ausrichtung der Ausstellungen andeutet, dabei ist es Ulrike Kuschel besonders wichtig auf den jeweiligen sprachlichen Duktus und den thematischen Schwerpunkt aufmerksam zu machen. Am Stand der Kunstfabrik am Flutgraben wird die Arbeit "Ausstellungshallen am Funkturm, 3 Kataloge (1936-1938)" gezeigt.


Gitte Schäfer, Talk Lounge

Ob in der Malerei, in der Skulptur oder in Installationen, stets verwandelt Gitte Schäfer vertraute, vorwiegend volkstümliche Gegenstände und Motive zu subtil abstrahierten, surrealen Artefakten. Die Künstlerin demontiert zielsicher meist auf Flohmärkten gefundene Objekte und arrangiert sie intuitiv zu neuen, ihrem Kontext und ihrer Funktion enthobenen Phantasiegebilden. Auf dem diesjährigen Art Forum gestaltet Gitte Schäfer die Talk Lounge mit der Arbeit "Der zerbrochene Krug", indem sie das Podium in einem klassischen Guckkasten stattfinden lässt. Befremdend in die vorhandene Architektur des Messe-Palais ist eine Bühne eingefügt, die mit sorgsam - nicht zuletzt nach ihren äußeren Kriterien, der Farbigkeit und Oberflächenstruktur - ausgewählten Requisiten ausgestattet ist. Im bewusst komponierten Arrangement suggerieren diese wie Embleme ein bekanntes, jedoch kein eindeutig zuschreibbares Milieu: Eine Art Bauernstube, eine Art Volkstheater. Aber eben nur eine Art.

Blick in die von Gitte Schäfer gestaltete Talk Lounge
Blick in die von Gitte Schäfer gestaltete Talk Lounge

video sculpture | architectural device | rotating figure inscribing a circle, Foto: rem, Berlin, copyright: Peter Welz
video sculpture | architectural device | rotating figure inscribing a circle, Foto: rem, Berlin, copyright: Peter Welz

Peter Welz, Kleiner Stern


Peter Welz zeigt auf dem diesjährigen Art Forum im Bereich “Kleiner Stern” die Videoskulptur “video sculpture | architectural device | rotating figure inscribing a circle”, die sich mit der menschlichen Figur im Raum beschäftigt. Mit zwei Kameras dokumentiert Peter Welz eine menschliche Figur, die sich – einen Kreis beschreibend – auf einer Drehscheibe bewegt und gleichzeitig durch diese bewegt wird. Somit entsteht ein Moment des Stillstands in absoluter Bewegung. Durch die Variation der Kameraperspektiven gelingt es Welz, die menschliche Figur in ihrer Verkehrung der Position im Raum darzustellen. Indem der Künstler diese unterschiedlichen Bewegungssequenzen auf eine Wandkonstruktion projiziert, erhält seine Arbeit einen architektonisch skulpturalen Charakter. Dieses fast konstruktivistisch anmutende Wandarrangement gibt dem Betrachter den Blick auf die handwerkliche Beschaffenheit des Hinterbaus frei. Auf diese Weise gelingt es Peter Welz, Zeit durch bewegten Stillstand mit Hilfe des Mediums Video abzubilden.

Gasag-Kunstpreis 2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis 2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis 2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis 2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock

Weitere Informationen siehe auch unter www.kunst.gasag.de.
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Kunstfabrik am Flutgraben 2005





Produkt & Vision

Schnittstellen und Trennlinien in Kunst und Wirtschaft lautete der Untertitel des Projektes Produkt & Vision, das von Mari Brellochs und Henrik Schrat konzipiert und gemeinsam mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. sowie einer internationalen Gruppe von Künstlern, Wissenschaftlern und Beratern umgesetzt wurde.

Produkt & Vision: Workshop bei Cornelsen im April 2005
Workshop bei Cornelsen im April 2005

Dabei ging es zum einen um Parallelen in wirtschaftlichen und künstlerischen Unternehmungen. Wie lernen Organisationen, z.B. Unternehmen, wie lernen Individuen, z.B. Künstler? Was bedeutet soziale Verantwortung in der Kunst, was in der Wirtschaft? Welche Strategien zum "Raffinierter Überleben" haben beide Bereiche entwickelt? Zum anderen wurde das Unternehmen selbst zum Modell und zum Ausgangspunkt künstlerischer Arbeit.

In einem sechsmonatigen Prozess setzten sich die Projektteilnehmer mit dem in Berlin ansässigen Cornelsen Verlag für Bildungsmedien auseinander. Als "Modellunternehmen" gab Cornelsen Einblicke in seine Arbeitsstrukturen und -prozesse. Mitarbeiter des Unternehmens wurden von Künstlern und Beratern befragt oder direkt in die Projektentwicklung miteinbezogen. Die systemische Organisationsberatung osb-i hat den Prozess als Beobachter und Berater begleitet.

Im September 2005 wurden die Ergebnisse der Auseinandersetzung mit dem Modellunternehmen Cornelsen und dem Spannungsfeld Kunst und Wirtschaft in einer Ausstellung in der Kunstfabrik am Flutgraben gezeigt. Außerdem ist im Rahmen des Projektes der Reader "Raffinierter Überleben. Strategien in Kunst und Wirtschaft" entstanden und im Kulturverlag Kadmos erschienen, in dem 22 Autoren das Thema aus sehr unterschiedlichen theoretischen Perspektiven beleuchten (Bestellfomular "Reader").

Im März 2006 wird ebenfalls bei Kadmos der Band "Produkt & Vision. Eine Versuchsanordnung zwischen Kunst und Wirtschaft" veröffentlicht. Er ist Ausstellungskatalog, Projektdokumentation und -forum in einem.

Weitere Informationen unter www.produktundvision.com

Fotos: Kai Ziegner/Tobbias Kruse and Reinigungsgesellschaft

Produkt & Vision: Blick in die Ausstellung
Produkt & Vision. Blick in die Ausstellung

Produkt & Vision: Ausstellungsbeitrag der Reinigungsgesellschaft
Ausstellungsbeitrag der Reinigungsgesellschaft

Produkt & Vision, Die Aussstellungsarchitektur von Raumlabor Berlin und Beeke Bartelt
Die Aussstellungsarchitektur von Raumlabor Berlin und Beeke Bartelt
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Kunst im Bau

Anlässlich der Langen Nacht der Museen am 29. Januar 2005 feiern Gasag und Kunstfabrik am Flutgraben die Eröffnung der neu gestalteten Etagen "Kunst im Bau" im Gasag-Haus am Reichpietschufer.



Frank Kästner, Haltung, 2004

Esther Neumann, Seestück Waldstück, 2004
Esther Neumann, Seestück Waldstück, 2004



Damit ist die dritte Runde des auf Sponsoringbasis beruhenden Gemeinschaftsprojektes von Gasag und Kunstfabrik erreicht und die Kunstsammlung der Gasag um zehn künstlerische Positionen erweitert.

Stefan Beck, Roland Boden, Katja Brinkmann, Daniel Buchheit, Frank Kästner, Esther Neumann, Adrian Rovatkay, Sarah Schönfeld, Heidi Sill und Tristan Wolski
realisierten im vierten und fünften Geschoss des denkmalgeschützten Gebäudes ihre speziell für den Ort entworfenen Kunstwerke.

Die Grundlage des Projektes "Kunst im Bau" bildet ein geschlossener Wettbewerb in Form einer jährlichen Ausschreibung. Die Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V., dem Betreiber von Berlins größtem Atelierhaus, assoziiert sind. Die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler werden aufgefordert, konkrete Vorschläge für je zwei Etagen im Gasag-Haus zu entwickeln.

Auf diese Weise entsteht nicht nur eine Sammlung mit aktuellen Positionen zeitgenössischer Kunst, sondern vor allem eine Firmensammlung, die sich durch bildnerische Reaktionen auf die Architektur von Emil Fahrenkamp, durch Kooperations- und Kommunikationsprojekte mit den Mitarbeitern der Gasag oder durch Interventionen in deren Arbeits- und Lebenswirklichkeit auszeichnet.
  Die Auswahl der Arbeiten obliegt einer unabhängigen Fachjury, der Gabriele Horn (Leiterin KW Institute for Contemporary Art Berlin), Veronika Kellndorfer (Künstlerin), Andreas Koch (Galerie Koch und Kesslau), Dr. Eberhard Maria Richter (Gasag) und Ute Tischler (Kulturamt Lichtenberg) angehörten.

Roland Boden, Bei Gasgeruch muß Hilfe her!, 2004
Roland Boden, Bei Gasgeruch muß Hilfe her!, 2004

Daniel Buchheit: Zähler
Daniel Buchheit, Zähler, 2004


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Gasag-Kunstpreis 2005
 
Der Gasag-Kunstpreis zur Förderung junger Berliner Künstlerinnen und Künstler wird an den Film- und Videokünstler Clemens von Wedemeyer verliehen. Pauline Kraneis und Slawomir Elsner werden mit je einem Förderpreis ausgezeichnet. Die feierliche Preisverleihung findet am 29. September 2005 um 19:30 Uhr auf dem Art Forum Berlin, in der von den Preisträgern gestalteten Talklounge im Palais am Funkturm statt.

Die drei Preisträger wurden in einem zweistufigen Verfahren ermittelt: Die freien Kuratoren Inke Arns, Ulrike Kremeier, Johannes Schmidt und die Journalistin Brigitte Werneburg nominierten folgende Künstlerinnen und Künstler - alle jünger als 35 Jahre alt und in Berlin lebend:
David Adam, Hamra Abbas, Tobias Buche, Stef Burghard, Hannah Dougherty, Slawomir Elsner, Pauline Kraneis, Sebastian Lütgert, Eleonore de Montesquiou, Jenny Rosemeyer, Jorinde Voigt, Suse Weber, Clemens von Wedemeyer und Florian Wüst.



Die Kuratoren Zdenek Felix und Harm Lux sowie Martin Pfahler (2yk Galerie) bildeten die Jury und bestimmten die Preisträger.

Bereits zum vierten Mal wird der Gasag-Kunstpreis gemeinsam von der Gasag und dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergeben. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, wovon 2.500 Euro in einen Werkankauf der Gasag fließen. Ein umfangreicher Werkkatalog, der zum Art Forum Berlin erscheint, und die Präsentation der Preisträger auf der Messe durch die Kunstfabrik am Flutgraben sind ebenfalls Bestandteil des Preises.





Gasag-Kunstpreis 2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis 2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis 2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis 2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock

  Am Stand der Kunstfabrik
Am Stand der Kunstfabrik

Blick in dievon Slawomir Elsner gestaltete Talk Lounge
Blick in die von Slawomir Elsner gestaltete Talk Lounge
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Kunstfabrik am Flutgraben 2004
       
Kunst im Bau
 
Die Sammlung "Kunst im Bau" der Gasag wächst weiter. Die jährlich tagende Jury wählte die Vorschläge der Künstler Stefan Beck, Roland Boden, Katja Brinkmann, Daniel Buchheit, Frank Kästner, Esther Neumann, Adrian Rovatkay, Sarah Schönfeld, Heidi Sill und Tristan Wolski zur Realisierung im Gasag-Haus am Reichpietschufer aus. Die unabhängige Fachjury wurde von Gabriele Horn (Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur), Veronika Kellndorfer (Künstlerin), Andreas Koch (Galerie Koch und Kesslau), Dr. Eberhard Maria Richter (Justiziar Gasag) und Dr. Ute Tischler (Kulturamt Lichtenberg, Kuratorin) gebildet.

Almuth Baumfalk, Konstruktionsanleitung, 2002
Almuth Baumfalk, Konstruktionsanleitung, 2002



Damit geht das auf Sponsoringbasis beruhende Gemeinschaftsprojekt von Gasag und Kunstfabrik am Flutgraben e.V. in die dritte Runde. Seit 2002 werden im Rahmen eines geschlossenen Kunstwettbewerbs die Flurbereiche im Architekturdenkmal am Landwehrkanal mit Kunstwerken bespielt. Die Ausschreibung richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V., Betreiber von Berlins größtem Atelierhaus, assoziiert sind.

Axel Timm/Francesco Apuzzo, Switch, 2003
Axel Timm/Francesco Apuzzo, Switch, 2003

Sie werden aufgefordert, konkrete Vorschläge für je zwei Etagen im Gasag-Haus zu entwickeln. Auf diese Weise entsteht nicht nur eine Sammlung mit aktuellen Positionen zeitgenössischer Kunst, sondern vor allem eine Firmensammlung, die sich durch bildnerische Reaktionen auf die Architektur von Emil Fahrenkamp, durch Kooperations- und Kommunikationsprojekte mit den Mitarbeitern der Gasag oder durch Interventionen in deren Arbeits- und Lebenswirklichkeit auszeichnet.




  Alena Meier, Fluchtweg, 2002
Alena Meier, Fluchtweg, 2002


Mit dem Anwachsen der Kunst im Bau- Sammlung wächst auch das Interesse des Berliner Publikums. So strömten zur Langen Nacht der Museen im vergangenen Januar über 4000 Besucher ins Gasag-Gebäude und nutzten die Gelegenheit, unter fachkundiger Führung die Sammlung kennen zu lernen. Die nun ausgewählten Kunstwerke werden im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Januar 2005 feierlich eingeweiht.


Steve Johnson, Pedestrian Island No.5/ Fußgängerinsel Nr. 5, 2003
Steve Johnson, Pedestrian Island No.5/ Fußgängerinsel Nr. 5, 2003

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Gasag-Kunstpreis

Nezaket Ekici erhält den Gasag-Kunstpreis 2004. Laura Horelli und Gregor Hildebrandt werden mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Der von der Gasag gestiftete und zusammen mit dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergebene Preis fördert Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Berlin im Alter von bis zu 35 Jahren. In dem zweistufigem Wettbewerb wählte die Jury, der Prof. Karin Sander von der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, Prof. Tony Cragg von der Universität der Künste Berlin sowie Petra Prahl von der 2yk Galerie der Kunstfabrik am Flutgraben angehörten, aus insgesamt 15 nominierten Künstlerinnen und Künstlern die drei Preisträger aus. Neben den bereits genannten wurden folgende Künstlerinnen und Künstler für den Gasag-Kunstpreis nominiert: Lutz Braun, Andrea Büttner, Heman Chong, Andrew Gilbert, Lise Harlev, Sofia Hultén, Claudia Hummel, Deborah Ligorio, René Lück, Kristofer Paetau, Astrid Sourkova und Christina Zück.
Der Gasag-Kunstpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld beinhaltet den Ankauf eines Werks durch die Gasag im Wert von 2.500 Euro. Außerdem finanziert die Gasag einen aufwendigen Werkkatalog der Preisträgerin. Die mit je 1.000 Euro dotierten Förderpreise wurden in diesem Jahr erstmals vergeben. Sie verdeutlichen den Anspruch des Preises, junge und noch nicht etablierte Positionen von Berliner Künstlerinnen und Künstlern zu fördern. Arbeiten der drei Preisträger sind vom 10. September bis 8. Oktober 2004 in einer Ausstellung in der 2yk Galerie der Kunstfabrik am Flutgraben
zu sehen.



Gregor Hildebrandt

Gregor Hildebrandt, Es ist nicht alles Gold, was glänzt, 2004
Gregor Hildebrandt, Es ist nicht alles Gold, was glänzt, 2004

"Es ist nicht alles Gold, was glänzt."
Der Satz mit den goldenen Lettern ist merkwürdig widersprüchlich. In seiner Allgemeingültigkeit scheint er auf vieles zuzutreffen, nur auf sich selbst nicht, denn die Lettern, die Gregor Hildebrandt (geb. 1974) auf die freistehende Galeriewand angebracht hat, bestehen aus 24-karätigem Blattgold. Der Anspruch auf Allgemeingültigkeit der Aussage wird durch ihre Form hintersinnig ad absurdum geführt. Dazu trägt auch die lapidare, ihre Handschriftlichkeit nicht leugnende Ausführung bei, die auch vor den bei der Arbeit entstandenen Schmutzspuren auf der weißen Wand nicht Halt macht.
  Die Gewissheit der apodiktischen Aussage zerrinnt und hinterlässt beim Betrachter ein Gefühl von Verunsicherung und Melancholie. Um den Schein geht es auch in der zweiten Arbeit von Hildebrandt. Als Widerschein bildet "Der Spiegel" alles ab, was sich vor ihm abspielt. Die schwarze, aus nahtlos aneinandergereihten Videobändern zusammengesetzte Fläche liefert jedoch kein klares, sondern ein vielfach gebrochenes Bild des Betrachters vor dem Bild, das sich erst aus enger Distanz zusammenfügt. Es ist nicht das bekannte, spiegelverkehrte Doppel, das dem Betrachter aus dem Bild entgegentritt, sondern es ist ein unbekannter Fremder, der den Betrachter in den Spiegel hineinzieht.


Laura Horelli


  Laura Horelli, Media spree (work in progress), 2004Laura Horelli, Media spree (work in progress), 2004

Laura Horelli (geb. 1976) lässt zusammengetragenes doku-
mentatorisches Material für sich sprechen. Die Installation "media spree" ist ein work in progress, eine fortlaufende Recherche zur Entstehung und Entwicklung des Medienstandortes Spree. Die Kunstfabrik am Flutgraben befindet sich wie die von Horelli im Rahmen der Recherche besuchten Medien- und Produktionsfirmen auf dem Areal des ehemaligen Berliner Industriegebietes an der Spree und wurde damit ebenfalls Bestandteil der Arbeit.

In der 2yk Galerie der Kunstfabrik präsentiert Horelli die Ergebnisse ihrer sechsmonatigen Recherche: Eine Wand voller Bilder, Broschüren und Texten, in lockerer Reihung, komplettiert durch eine Sitzgruppe aus den Lagerbeständen der Berliner Senatsverwaltung für Kultur: Die spröde Präsentation kokettiert dabei mit dem unterhaltsamen Inhalt der Dokumente wie den unfreiwillig komischen Aussagen interviewter Spreeanrainer, den Übertreibungen der Werbebroschüren oder den Stilblüten emphatischer Immobilienmakler. Mit ihren Fotografien verlässt Laura Horelli den dokumentatorischen Rahmen. Pointiert wird der Fokus auf scheinbar Vorgefundenes gerichtet, der Blick des Betrachters auf Details gelenkt, die Widersprüche zum Gesagten offen legen oder vorgefundene Eindrücke formelhaft verdichten.
  Nezaket Ekici

Nezaket Ekici, Aus der dreiteiligen Fotoarbeit "Schlaraffenland", 2004 Nezaket Ekici, Aus der dreiteiligen Fotoarbeit "Schlaraffenland", 2004

In der monumentalen Fotoarbeit "Schlaraffenland" bezieht sich Nezaket Ekici (geb. 1970) auf drei vorangegangene Performances. In der Performance "I Had a Dream" (2003) kniete sie, bekleidet mit einem Businesskostüm, auf einem Rollrasen und biss, beobachtet von den Besuchern der Landesgartenschau Gronau-Losser, nach und nach die Grashalme ab. "180 Wishes" (2002) bezog sich auf einen spanischen Brauch zu Sylvester. Wer bei den Glockenschlägen um Mitternacht zwölf Trauben isst, der hat zwölf Wünsche frei. In ihrer Performance versuchte Ekici, den Brauch auf die Spitze treibend, in drei Minuten acht Kilogramm Trauben in sich hineinzustopfen. "Emotion in Motion" (2000) schließlich verbildlichte den Akt der Inbesitznahme eines Raumes und seiner Möbel durch ein Abküssen sämtlicher zur Verfügung stehender Flächen. In der Zusammenschau wird der Bezug auf den oralen Akt der Einverleibung offensichtlich. Das "Schlaraffenland" ist hier ganz mittelalterlich interpretiert, das Maßhalten am Beispiel des Übermaßes demonstriert: Wer das Maß nicht halten kann, erstickt am Übermaß der Weintrauben, erschöpft sich in der Markierung privaten Eigentums oder in der Unterwerfung des Körpers unter eine selbstauferlegte Disziplin.
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Art Forum Berlin

Palais am Funkturm, Stand Nr. 124

Zum dritten Mal präsentiert sich der Kunstfabrik am Flutgraben e.V. auf dem Art Forum Berlin. Im Palais am Funkturm, Stand Nr. 124, sind vom 18. bis 22. September 2004 Fotoarbeiten der Gasag-Kunstpreisträgerin Nezaket Ekici in einer Standgestaltung von ++Kooperation PRIVAT zu sehen.

Als Verwalter des größten Atelierhauses für Bildende Künstlerinnen und Künstler in Berlin präsentiert sich der Kunstverein mit Unterstützung durch die Gasag auf dem Art Forum in der bewährten Kombination einer Standgestaltung durch Künstler der Kunstfabrik und die soeben ausgezeichnete Trägerin des Gasag-Kunstpreises 2004. Im Stand der Künstlergruppe ++Kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten Hennig) verbindet sich die funktionale, aus Baumarktmaterialien bestehende Architektur mit floral anmutenden Objekten, die marktschreierisch auf ihre Künstlichkeit verweisen. Dahinter heben sich die Foto- und Videoarbeiten von Nezaket Ekici ab, die ihre aktuellen Performances nicht nur dokumentieren, sondern in der Bildgewalt der monumentalen Fotografien den Anspruch auf künstlerische Autonomie formulieren. Auf dem Art Forum führt Ekici die Performances Fountain (17.09.) und Hullabelly (20.09.) auf. Die Performances beginnen um jeweils 18 Uhr vor dem Stand der Kunstfabrik.

Nezaket Ekici, Fountain (Performance), Art Forum 2004

Nezaket Ekici, Fountain (Performance), Art Forum 2004

Nezaket Ekici, Fountain (Performance), Art Forum 2004
Nezaket Ekici, Fountain (Performance), Art Forum 2004

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++Kooperation PRIVAT, Plantage 1

++Kooperation PRIVAT, Plantage I, Art Forum 2004
++Kooperation PRIVAT, Plantage I, Art Forum 2004

Eine Plantage ist ein Inbegriff domes-tizierter Natur, gebändigter Natur, einer auf den Nutzen reduzierten Pflanzenwelt. "Plantage 1" ist der Titel der Installation der Künstlergruppe ++Kooperation PRIVAT (Jörg Finus, Torsten Hennig) für den Stand der Kunstfabrik am Flutgraben auf dem
Art Forum Berlin 2004.

Die installative Großplastik besteht aus weißlackierten Metallregalen. Die Fächer der variierenden Regalböden sind mit Plastikkanistern gefüllt, von weißlackierten Jalousien verdeckt oder mit Pflanzenattrappen geschmückt. Kaltes blaues Licht aus waagerecht und senkrecht befestigten Neonröhren taucht den Stand in einen künstlichen Schein, grenzt ihn auratisch von seiner Umwelt ab. Im Kunstlicht der Tageslichtröhren gedeihen immergrüne Palmen, zeichenhafte Formen aus Kunstrasen, die wie Bauelemente in das statische Geflecht von Regalböden und -pfeilern eingefügt sind. Die Verschmelzung von künstlichen und natürlichen Formen, die tektonische Präsentation des Pflanzlichen auf der einen und die belebten Architekturelemente auf der anderen Seite, kennzeichnet auch die vier Leuchtkästen an der Außenhaut des Standes. Die "Psychotropischen Landschaften" sind Metamorphosen, manipulierte Landschaften, in denen die Flora in Einzelteile zerlegt, dupliziert und neu verbaut worden ist. Wohingegen die als Multiple "Immergrün" erhältlichen Palmenattrappen den umgekehrten Weg nehmen: Sie sind Mimikrys und das gleich in zweierlei Hinsicht: Während die große Form die Palme imitiert, ahmt das verwendete Material den Rasen nach.

++Kooperation PRIVAT spielen mit den Sehgewohnheiten des Betrachters, der gewohnheitsmäßig von der klar definierten Grenze zwischen Natur und Kultur überzeugt ist. Insofern hat das kalte Licht von "Plantage 1" ein bewusst gewähltes Moment, das den Romantiker ernüchtern mag. Die Hoffnung, unter den Schichten der Zivilisation auf die reine Natur zu stossen, wird enttäuscht: "Unter dem Asphalt liegt der Kunstrasen."


** Nezaket Ekici

Auf dem Art Forum Berlin bringt die türkische Künstlerin Nezaket Ekici zwei Performances zur Aufführung. In der Performance "Fountain", anlässlich der Vernissage am 17.09. um 18 Uhr, steht Ekici als eine Art lebender Skulptur auf einem weißem Sockel. Sie trägt ein durchsichtiges Kleid, das aus wassergefüllten Urinbeuteln zusammengesetzt ist. Um sie herum deuten fünf Wassereimer ein Brunnenbecken an. Im Verlauf der Performance entleert die Künstlerin, mit bedachten Bewegungen auf dem hohen Sockel balancierend, die einzelnen, mit Ventilen geschlossenen Wasserbeutel ihres Kleides, wobei das Zielen mit dem Wasserstrahl in die Eimer, das dadurch erzeugte plätschernde Geräusch und die eingenommenen Positionen bewusst den Vergleich mit einer pinkelnden männlichen Figur evozieren. Parallel zur Performance werden im Stand der Kunstfabrik die Fotoeditionen "Fountain blau" und "Fountain pomp" (Courtesy Andrea Breitengraser) ausgestellt. Neben "Fountain" werden mit "Believe #2" und "Emotion in Motion" zwei weitere Performances in kurzen Filmsequenzen präsentiert, denen ebenfalls die Auseinandersetzung mit dem Körper als lebender Skulptur zugrunde liegt.

"Hullabelly" ist die zweite Performance von Ekici auf dem Art Forum (20.09., 18 Uhr). Bis zur Erschöpfung schwingt die kopftuchtragende Künstlerin einen Hula-Hoop-Reifen zu den Klängen türkischer Bauchtanzmusik und bringt damit gegenläufige Vorstellungen von Sport, Tanz und Körperlichkeit zur Deckung. In ähnlich klarer Weise treffen "Orient und Okzident" in der gleichnamigen Foto-trilogie aufeinander (ab 20.09.). Drei Ganzkörperfiguren zeigen die Künstlerin, im Duktus altmeisterlicher Malerei mit Attributen ausgestattet, die das Klischee der Türkin und Muslimin aufrufen, um es sofort wieder zu demontieren: Die kopfttuchtragende Frau schwingt einen Hula-Hoop-Reifen um den Hals, die vom schwarzen Gewand eines Tschadors komplett verhüllte Gläubige entblößt knallrot geschminkte Lippen und die kokette Bewegung der Bauchtänzerin erstarrt im eingegipsten Arm. Die am Stand präsentierten Filme "Hulla Belly", "Schleierkampf-Wedeln" und "Gypsum Balley Dance" widmen sich in unterschiedlicher Form dem Thema der kulturellen Identität.

Nezaket Ekici (geb. 1970) wurde soeben mit dem Gasag-Kunstpreis ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis fördert Bildende Künstler aus Berlin im Alter von bis zu 35 Jahren und wird seit nunmehr drei Jahren in Zusammenarbeit von Gasag und dem Kunstfabrik am Flutgraben e.V. vergeben. Der Katalog "Nezaket Ekici. Gasag-Kunstpreis 2004" ist am Stand der Kunstfabrik zum Subskriptionspreis von 12 Euro erhältlich.

Gasag-Kunstpreis 2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis 2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis 2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis 2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock

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Kunstfabrik am Flutgraben 2003
       
Kunst im Bau
 
Einen weiteren Schwerpunkt stellt das Projekt "Kunst im Bau" dar. Die Gasag beginnt den Aufbau einer Sammlung zeitgenössischer Kunst, indem sie die öffentlichen Räume der Gasag Hauptverwaltung im ehemaligen Shell-Haus am Reichpietschufer gestalten bzw. von KünstlerInnen mit aktueller Kunst ausstatten läßt. Das Shell-Haus ist eines der attraktivsten Architekturdenkmäler Berlins. Bis 2004 werden je 2 Etagen pro Jahr (Flure und Treppenhäuser, Aufenthaltsräume) "bespielt".

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der zum Wettbewerb eingeladenen Teilnehmer verdreifacht und ist internationaler als vorher.

Tine Benz, Pipeline (Entwurf), 2003
Tine Benz, Pipeline (Entwurf), 2003





Blank & Jeron, Energie (Entwurf), 2003
Blank & Jeron, Energie (Entwurf), 2003

Die Auswahlkriterien der fünfköpfigen Jury (Christian Hanussek, Künstler; Gabriele Horn, Referentin Bildende Kunst, Senatsverwaltung für Wissen-schaft, Forschung und Kultur; Andreas Koch, Galerie Koch und Kesslau; Dr. Ute Tischler, freie Kuratorin und Leiterin Kulturamt Lichtenberg; Uwe Zeterberg, Abteilungsleiter Gasag) umfassten neben der künstlerischen Qualität auch den inhaltlichen oder formalen Bezug auf den Ort, die Berücksichtigung der architektonischen Situation des denkmalgeschützten Gebäudes und die Verträglichkeit mit seiner Nutzung als Büro.

Die Gewinner und Gewinnerinnen des diesjährigen Wettbewerbs,
Tine Benz, Blank & Jeron, Pierre Granoux, Geka Heinke, Steve Johnson, Florian Merkel, Markus Strieder, Caro Suerkemper, Axel Timm, Francesco Apuzzo und Maik Wolf überzeugten die Jury durch plakative, das Spektrum von Dekoration bis Abstraktion voll ausschöpfende Vorschläge.



 

Florian Merkel, Maßgabe (Entwurf), 2003
Florian Merkel, Maßgabe (Entwurf), 2003
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Gasag-Kunstpreis



Die Künstlerin und Gastprofessorin an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee Judith Hopf ist Trägerin des Gasag-Kunstpreis 2003. Der von der Gasag gestiftete Nachwuchspreis wurde der 1969 geborenen Künstlerin im Rahmen eines Festaktes in der Kunstfabrik am Flutgraben am 18. September 2003 überreicht. Die geschlossene Veranstaltung war zugleich der feierliche Auftakt zum Berliner kunstherbst ‹03. Zum zweiten Mal vergibt die Gasag in Zusammenarbeit mit der Kunstfabrik am Flutgraben diesen Preis zur Förderung Berliner Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern bis 35 Jahre. Der Gasag-Kunstpreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Darin inbegriffen ist ein Werkankauf in Höhe von 2.500 Euro, ferner eine Ausstellung in der 2yk Galerie der Kunstfabrik am Flutgraben und die Produktion eines von der Gasag finanzierten Katalogs.

Ausgewählt wurde die Künstlerin in einem zweistufigen Verfahren. Aus den 16 Berliner Künstlerinnen und Künstlern, die in der ersten Runde für den Gasag-
   

Judith Hopf, Essigbaumäste, 2004Judith Hopf, Essigbaumäste, 2004
  Kunstpreis nominiert wurden, entschied sich in der zweiten Stufe eine dreiköpfige Fachjury, der Ute Meta Bauer (berlin biennale), Angela Schneider (Neue Nationalgalerie) und Ulf Wetzka (2yk Galerie) angehörten, für Judith Hopf.

Judith Hopfs Arbeiten bewegen sich im Feld zwischen Zeichnung, Installation, Performance-Kunst und Videografie. Häufig stehen sie am Ende eines kommunikativen, mehrere Autoren einbeziehenden Prozesses.
Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Werkkatalog mit Beiträgen von Holger Kube Ventura und Sabeth Buchmann. Der 60 Seiten starke und mit zahlreichen Abbildungen versehene Katalog ist über die 2yk Galerie zu beziehen.


Gasag-Kunstpreis 2007: Mandla Reuter
Gasag-Kunstpreis 2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis 2005: Clemens von Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis 2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock

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Art Forum Berlin

Palais am Funkturm, Stand No. 108

Der Kunstfabrik am Flutgraben präsentiert sich auf der Internationalen Messe für Gegenwartskunst


Stand der Kunstfabrik Art Forum 2003, Multiple "Freiraum" von Joël Verwimp
Stand der Kunstfabrik Art Forum 2003, Multiple "Freiraum" von Joël Verwimp

Mit Arbeiten von Judith Hopf und Joël Verwimp ist Berlins größtes Atelierhaus, die Kunstfabrik am Flutgraben, zum zweiten Mal auf dem Art Forum Berlin vertreten. Als Künstler der Kunstfabrik entwarf Joël Verwimp die Grundkon-zeption des Standes. Seine mehrteilige Installation „Hosting Time. Freiraum laut EU-Norm: Hotelzimmer / Gefängniszelle. Betrachtung der Beziehung zwischen dem Gesetz und dem sogenannten Gastfreundschaftsgesetz“ setzt die durchschnittlichen Proportionen eines EU-genormten Hotelzimmers in Beziehung zu dem Freiraum einer Gefängniszelle.

  Mit dem Freiraum beschäftigt sich auch die Arbeit von Judith Hopf, Trägerin des Gasag-Kunstpreises 2003. Die Bronzeskulptur trägt den Titel "Einem Kirschbaum ähnelnder Essigbaumast". Der Essigbaum, Symbol einer ungeliebten Pflanze, die städtische Brachen besetzt und von Hobbygärtnern bekämpft wird, verschmilzt mit dem Kirschbaum als Inbegriff romantischer Naturvorstellung.

Als mobile, temporäre und spontane Architektur interveniert die Büchse am Eröffnungsabend mit Dosenbier, DJs, Videos und Liveacts in die Ein-
gangssituation zum Art Forum
(Eingang Masurenallee, ab 20 Uhr).

Stand der Kunstfabrik Art Forum 2003, Standgestaltung von Joël Verwimp

Stand der Kunstfabrik Art Forum 2003, Standgestaltung von Joël Verwimp
  Judith Hopf, Dem Kirschbaum ähnelnder
Essigbaumast, KünstlerhausStuttgart, 2003
Judith Hopf, Dem Kirschbaum ähnelnder
Essigbaumast, KünstlerhausStuttgart, 2003
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Kunst im Bau



Ausgeschrieben wurde das Vorhaben unter allen KünstlerInnen, die in der Kunstfabrik am Flutgraben seit deren Gründung im Jahr 1996 arbeiten oder gearbeitet haben. Unterschiedliche Auswahlkriterien mussten von der Jury berücksichtigt werden: die Bedingungen des Denkmalschutzes, formale und inhaltliche Bezugnahme auf die architektonischen Voraussetzungen, aber auch den alltäglichen Bürobetrieb.



Von 35 eingereichten Konzepten wurden 9 KünstlerInnen von einer neutralen Jury ausgewählt, deren Arbeiten 2002 realisiert werden:
  Almuth Baumfalk, ++Kooperation PRIVAT, Sybille Hotz, Patrick Huber, Christiane John, Ute Lindner, Alena Meier, Wessel Muller.

++Kooperation PRIVAT, Transit I-V, 2002
++Kooperation PRIVAT, Transit I-V, 2002

Die Jury 2002: Carsten Döring, Abteilungsleiter Gasag; Gabriele Horn, Referentin bildende Kunst, Senat für Wissenschaft, Forschung und Kultur;
Dr. Ute Tischler, Galerie im Parkhaus; Andreas Koch, Galerie Koch und Kesslau; Christian Hanussek, Künstler;
Bis Ende des Jahres 2002 werden die Arbeiten in den ersten beiden Etagen realisiert und im Januar 2003 im Rahmen einer Eröffnung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert.
 

Wessel Muller, Zugang, 2002
Wessel Muller, Zugang, 2002
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Gasag-Kunstpreis  

 

 

Carsten Fock, 1939 1987 1989 2002 All You Can Eat, 2002
Carsten Fock, 1939 1987 1989 2002 All You Can Eat, 2002
   

 

 

 
Seit 1997 vergibt die Gasag jährlich einen Nachwuchsförderpreis für bildende Künstler und Künstlerinnen. Ohne die künstlerische Autonomie im Geringsten einzuschränken wurde in direkter Zusammenarbeit mit der Kunstfabrik ein neues Konzept für den Gasag-Kunstpreis entwickelt. Ein zweistufiges Auswahl-
verfahren und die erstmalige Präsen-
tation des Gasag-Kunstpreis 2002 in einer Galerie für zeitgenössische Kunst sind die Hauptbestandteile der Neukonzeption.
 

Der Gasag-Kunstpreis beinhaltet ein Preisgeld von 5.000 Euro, inklusive Ankauf in Höhe von 2.500 Euro und einen Katalog des Preisträgers. Waling Boers (Büro Friedrich), Harald Fricke (Autor, Journalist), Friedrich Meschede (DAAD Berlin) und Christoph Tannert (Künstlerhaus Bethanien) nominierten zwölf in Berlin arbeitende und lebende KünstlerInnen mit einem Höchstalter von 35 Jahren, durchaus international, im Crossover der aktuellen Disziplinen.

 

 

 

Die mit Stephan Berg (Kunstverein Hannover), Britta Schmitz (Hamburger Bahnhof), Ulf Wetzka (2yk Galerie) besetzte Jury ermittelte beispielhaft vier künstlerische Positionen für die Ausstellung und daraus den diesjährigen Kunstpreisträger Carsten Fock, Städelabsolvent und Per Kirkeby-
Schüler.
 In der Ausstellung in der 2yk Galerie (26.9. - 27.10.2002) zeigten die KünstlerInnen Martin Eder, Carsten Fock, Kei Takemura und Sencer Vardarman aktuelle Arbeiten und Projekte.

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Art Forum Berlin

Auf dem Art Forum Berlin 2002 gibt die Kunstfabrik am Flutgraben mit einer künstlerischen Projektplattform einen sequenziellen Einblick in das Spektrum der Positionen.

Wessel Muller, Storm the Studio, 2002

Wessel Muller, Storm the Studio, 2002


Wessel Muller

Wessel Muller (geb. 1970, NL, Atelier in der Kunstfabrik) schafft mit seiner In-stallation "Storm the Studio" den tem-porären Raum für die Bespielung auf dem Art Forum. Wie eine flüchtige Zeichnung entwickelt er aus industriellen Baumaterialien seine Installationen. Pappe, Lackfarben, Klebeband werden als grafische Elemente eingesetzt. Die Arbeiten zeigen die prozesshafte Aus-einandersetzung mit der unmittelbaren Umgebung, der eigenen künstlerischen Situation und dem Stimmungsbild der Stadt. Die Installation "Storm the Studio" von Wessel Muller ist inspiriert von Baustellen, dadaistischem Merzbau und Kulissen in Filmen wie "Once upon a Time in the West", "Mad Max" und "Apocalypse Now". Der Titel ist ein Zitat des Schriftstellers W.S. Burroughs, der sich auf eine Machbarkeit von Realität bezieht, und bei dem das Wort "Studio" sowohl auf Strukturen in der Sprache und der Gesellschaft als auch auf der damit zusammenhängenden mentalen Prägung und Verhaltensweise basiert. Die Installation von Wessel Muller auf der Art Forum Berlin 2002 bezieht die Kunstfabrik am Flutgraben als realen Ort und Idee ein, um sich und die anderen KünstlerInnen aus ihr heraus zu präsentieren.


Wessel Muller, Storm the Studio, 2002 Wessel Muller, Storm the Studio, 2002



** 

Carsten Fock

Die Außenhaut der Installation ist Arbeitsfläche für den diesjährigen Gasag-Kunstpreisträger, den Städelabsolventen und Per Kirkeby Schüler Carsten Fock. Weiter werden aktuelle Arbeiten gezeigt. Ein Beitrag der 2yk Galerie in der Kunstfabrik, die zeitgleich eine Gruppenausstellung zum Gasag-Kunstpreis präsentiert. Carsten Focks Filzstiftzeichnungen basieren auf Zitaten der zeichnerischen Formen-sprache von Kunst und Design des 20. und 21. Jahrhundert , menschliche Silhouetten und Textbausteinen, die subjektiv gefiltert und in abstrakte Zusammenhänge überführt werden. Der Künstler verschränkt persönliche Texte mit Politik, Songtexte mit Alltags-phrasen. Vielschichtige Verbindungs-linien, die Geschichte und ihre Reflexion auf den Punkt bringen. "All You Can Eat", der Arbeitstitel der Serie auf dem Art Forum, wird ergänzt durch eine T-Shirt Edition "Don´t ride dead horses".

Carsten Fock, 2002 Carsten Fock, 2002

Carsten Fock, ship of fools, 2002
Carsten Fock, ship of fools, 2002

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Copyright

Die Künstlergruppe Copyright,
bestehend aus Ute Lindner, Patrick      und Bernhard Thome, konzipiert und realisiert seit 1999 themen-bezogene Ausstellungs- und Buchprojekte, die zweimal jährlich in einer Ausgabe des gleichnamigen Kunstmagazins Copyright veröffentlicht werden. Copyright bietet vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten für KünstlerInnen, KuratorInnen, PhilosophInnen und WissenschaftlerInnen verschiedenster Disziplinen. Auf dem Art Forum präsentieren sie ihr aktuelles Projekt ©N°6 Ein unguter Ort - doch besser als die Welt, Videozusammenschnitte der Aktivitäten seit März 2002 (Ausstellungen, Performances, Symposien), sowie das benutz- und erweiterbare Archiv zum Thema Orte/Unorte. Als besondere Einlage wird Schwester Cordula alias Saskia Kästner in einer Sprech- und Lesestunde kleine Portionen Heile Welt verabreichen.


Art Forum Berlin Talk

Sonntag, den 29.9.02, 15 Uhr

Künstler - Entrepreneur - Wertentwickler.
"Wir investieren nur, wenn wir wesentlich mehr bieten können als Geld!"

Gefragt wird nach Formen der Zusammenarbeit von Kunst und Wirtschaft, die neue Realitäten und Visionen schaffen und aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen. Im Dialog der beteiligten Akteure (Unternehmen, Künstler, Kuratoren) wird das Wechselspiel zwischen ökonomischen, organisatorischen und symbolischen Ebenen aufgegriffen, Grenzen ausgelotet und Zukunftsperspektiven entwickelt.

PodiumsteilnehmerInnen:
Ruth Hammerbacher (Unternehmensberaterin Osnabrück), Inge Herbert (Projektmanagement, Vivendi Water Deutschland GmbH, Berlin), Anna Maigler (Kulturwissenschaftlerin, Designmanagerin, Direktorin Museum der Dinge, Werkbundarchiv, Berlin), REINIGUNGSGESELLSCHAFT,
(Künstlergruppe: Martin Keil und Henrik Mayer, Dresden), Moderation: Henrik Schrat (Künstler und Kulturarbeiter, Berlin).

Konzept:
MaRi Brellochs (Künstler, Arbeitsschwerpunkt Kunst u. Ökonomie , Vorstand Kunstfabrik am Flutgraben e.V.), Nicoletta Blacher (Kulturberatung Berlin-Wien).

Veranstalter:
Kunstfabrik am Flutgraben e.V. in Zusammenarbeit mit der Gasag

Wessel Muller, Storm the Studio, 2002

Wessel Muller, Storm the Studio, 2002

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Mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kulturamt Treptow-Köpenick und GASAG Berlin.

Gestaltung: Ulrich Pohl, www.pop-net.de
© 2007/08 Alle Rechte vorbehalten. Kunstfabrik am Flutgraben e.V.